Transatlantische Kooperation statt Zollkrieg

Szenarien, Optionen, Lösungsansätze
Herausgeber
Stiftung Familienunternehmen
Veröffentlichung
München, 2025
Institut
WIFO Wien
WU Wien
Kiel Institut für Weltwirtschaft
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Autoren
Prof. Felbermayr Gabriel, Prof. Dr. Sandkamp Alexander, Dr. Mahlkow Hendrik, Mag. Christen Elisabeth
Isbn
978-3-948850-65-4

Die Handelspolitik der USA ist aktuell vor allem eines: chaotisch. Es scheint unmöglich, das Vorgehen der Trump-Regierung glaubwürdig zu prognostizieren. Doch auch in diesem durch extreme Unsicherheit geprägten Umfeld müssen sich politische und wirtschaftliche Akteure in der Europäischen Union (EU) strategisch positionieren, um auf möglichst viele Eventualitäten optimal reagieren zu können. Das gilt insbesondere für große, exportorientierte Familienunternehmen.

Diese Studie trägt dazu bei, indem sie die aktuelle Situation umfassend darstellt, die gesamtwirtschaftlichen, sektoralen und regionalen Effekte unterschiedlicher Optionen quantifiziert sowie Handlungsempfehlungen ableitet. Die zentrale Erkenntnis ist, dass ein Handelskrieg zwischen der EU und den USA auf beiden Seiten hohe Schäden hervorbrächte, mit teilweise massiven Verlusten in einzelnen Regionen und Sektoren. Ein Handelsdeal hingegen wäre beiderseitig von Vorteil.

Ein besonderer Mehrwert der Studie liegt in der erstmaligen detaillierten Analyse der Auswirkungen auf regionaler Ebene. Diese zeigt, dass die Effekte eines Handelskonflikts oder -deals zwischen den Regionen stark variieren. So wären bei einem Zollkrieg industriell geprägte Regionen besonders von Produktionseinbußen betroffen, während sie im Falle eines Handelsdeals am stärksten profitieren würden. Diese regionale Differenzierung erlaubt eine präzisere Bewertung der Folgen für Familienunternehmen in den jeweiligen Regionen.

In dieser Studie werden acht handelspolitische Hauptszenarien mit unterschiedlichen Subszenarien, insgesamt also 19 Szenarien untersucht. Für jedes Szenario werden für die EU, die USA, Deutschland sowie einzelne deutsche Regionen die kurz- sowie langfristigen Auswirkungen auf die Exporte sowie das Bruttoinlandsprodukt simuliert.

Datum
23.5.2025, München

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